Dorfkirche Merkwitz

"Das Pfarrkirchdorf Merkwitz liegt eben, in einer sanften Bodensenkung, nördlich von Oschatz..." lt. neuer Sächs. Kirchengalerie aus dem Jahre 1901. Die Kirche selbst steht in erhöhter Lage und ist schon von Weitem sichtbar.

Die Kirche Merkwitz ist umgeben von einer gepflegten Friedhofsfläche mit Familiengrabstätten mit historischen Grabmälern, Familien, die das Leben des Ortes prägten. Von alten ehrwürdigen Bäumen umringt, ist dies ein Ort für Zeit und Ruhe zum Innehalten.

Über die Zeit der Erbauung der Kirche, die schon vor der Reformation zum erzpriesterlichen Stuhle in Oschatz gehörte und im Jahre 1346 zum ersten Male als Pfarrkirche erwähnt wird, ist zuverlässiges leider nicht überliefert.

Im Jahr 1704 begann der Umbau, der mehrmals abgebrannten, ehemals romanischen Kirche. Die letzte Außenrenovierung der Merkwitzer Dorfkirche erfolgte 1991/92, das Innere wurde 1994/95 renoviert. Die Zöllner-Orgel wurde von Herrn Johann Friedrich Zöllner und Gehilfen selbst ca. im Jahr 1825 gebaut, 1996 unter strengen Denkmal pflegerischen Gesichtspunkten restauriert.

Das Geläut besteht aus drei Bronzeglocken. Diese schöne und schlichte Kirche, die heute noch sehr mit den "Merkwitzern" und umliegenden Einwohnern des Einzugsgebietes Oschatz verwurzelt ist, ist Anlaufpunkt für verschiedene Aktivitäten rund um die Gartenstadt Oschatz.

Uns als Kirchgemeinde ist es deshalb seit Jahren eine Herzensangelegenheit diese schöne und schlichte Dorfkirche zu erhalten, einem bedeutenden Kulturdenkmal, das für Merkwitz ortsprägend und architektonisch bedeutsam ist und in öffentlichem Interesse liegt. Die Kirche soll weiterhin kultureller Anlaufpunkt für verschiedene Gemeinden für Gottesdienste, Konzerte, Amtshandlungen, weltliche und kirchliche Bestattungen, Tag des offenen Denkmals, als Ort für Johannisandachten, Pilgerstätte und einfach Ruheort zum Besinnen in dieser schnelllebigen und unruhigen Zeit für die Menschen sein.

Fotos: Claudia Jentzsch © 2017