Im 10. Jahrhundert stand hier eine Holzkirche. Nach einem Brand wurde ungefähr
im 12. Jahrhundert eine großbemessene Kirche erbaut und nach dem heiligen St.
Aegidius benannt.
Es gab Zeiten der Verwüstung un Zerstörung: nach der Hussitischen Verwüstung
im Jahre 1429 folgte 1616 ein verheerender Brand. Während des dreißigjährigen
Krieges verlor die Kirche 1632 durch eine Kroatenplünderung kostbare
Gottesdienstgeräte. Räuberischer Einbruch und Feuersnöte bedrohten das
Gotteshaus. Am 7. September 1842 blieb nach einem Brand vom Gotteshaus nur
noch ein rauchender Tümmerhaufen.
Bis zu diesem unheilvollen Tag, wurde diese Kiche unentwegt wiederaufgebaut und
dabei baulich erweitert sowie handwerklich und künstlerisch ergänzt und
verschönert.
Nach langwierigen Verhandlungen kam es dann zur Wiederherstellung der Kirche.
Der Nürnberger Baumeister Professor Karl Heideloff überzeugte um die Osterzeit
1846 mit seinen Entwürfen, in denen früherer Stil und Geschichte des
Gotteshauses berücksichtigt waren. Gerade darum bestand er auf die zwei
Turmspitzen, die nach dem Brand 1616 zu einem Turm verändert worden waren.
Im Sommer 1849 wurde der Bau beendet.
In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verfiel die Kirche wegen
fehlender Instandhaltungsmöglichkeiten zusehends. Kurz nach der Wende begann
man, den einmaligen Kirchbau zu erneuern und vor weiterem Verfall zu bewahren.
Um dieses Ziel zu erreichen, wurde der Verein "Rettet St. Aegidien" gegründet, der
seitdem die Kirchensanierung intensiv begleitet und fördert. Zur Zeit wird die
Aegidienkircheis 2005 innen und außen umfassend saniert. Die Fertigstellung soll
dann mit einer Festwoche vom 8.-15. Mai gefeiert werden.